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COPD – Teil 4

Ich fuhr bis zu unserem Stallwechsel täglich zu Minnie und wässerte selber das Heu, so dass ich den Husten wenigstens weiterhin gut im Griff hatte.

Ende Februar ritten wir einen super Dressurlehrgang bei Ulrike Nivelle mit und sind im Anschluss direkt umgezogen. In unserem „alten“ Stall angekommen, kam Minnie vorerst auf ein abgetrenntes Stück Paddock in dem Bereich ihrer neuen Herde und nachts in die Box. Die Stallgasse ist dort leider relativ schlecht belüftet, was sich ziemlich schnell als Riesenproblem herausstellen sollte, aber vorerst ging es. Unsere Stallbesitzer integrieren im Winter keine neuen Pferde, deshalb ging es eben nachts für uns in die Box. Die Minnie erkannte den Stall direkt wieder und ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass sie aufgeatmet hat, wieder dort zu sein. Nach ca. 1 Woche zeigte sich nun das Problem mit der Box : Minnie vertrug die schlechte Luft dort gar nicht und begann zu krampfen. Bis dato wusste ich eigentlich nicht wirklich, wie so eine Dampfrinne aussieht, da konnte man diese nun ganz klassisch erkennen 🙁

Ich hab natürlich sofort den Tierarzt verständigt und konnte nun auch noch das nächste Hustenmedikamen, das Ventipulmin, austesten. Ich glaube mittlerweile habe ich alle Hustenmedikamente einmal durch. Das Ventipulmin wirkte Wunder, Wahnsinn wie schnell das angeschlagen hat. Es ging ihr innerhalb von 4 Stunden deutlich besser. Ich habe dann mit meinen Stallbesitzern vereinbart, dass ich mit der neuen Gruppe selbst abstimmen kann, ob wir die Minnie nun doch schon direkt dazustellen können. Gesagt, getan und was soll ich sagen, Offenstallbesitzer sind einfach ziemlich entspannt. Gott sei dank, wurde das von allen als unproblematisch gesehen und so konnte ich die Minnie noch im März in ihre neue Gruppe integrieren. Wir haben seit März jetzt wieder den Status eines Offenstallpferdes, das im Sommer von 7-18 Uhr auf die Wiese geht, einen Unterstand mit Stroh hat und Heulage bekommt und was soll ich sagen: Wir sind seit dieser Zeit symptomfrei. Nichts mehr, sie hat absolut nichts mehr und ist topfit. Ich bemerke keinerlei Einschränkungen und ich hoffe das klingt jetzt nicht irgendwie doof, aber ich bin wahnsinnig glücklich und stolz, dass wir das so gut im Griff haben. Ich inhaliere die Minnie mittlerweile nicht mehr täglich, sondern nur so 4-5 mal die Woche, allerdings wird sie an den Tagen, wo sie nicht inhaliert geritten und sie bekommt zusätzlich 70Gramm Plantagines von iWest. Ich fahre ziemlich gut damit. Bewegung und inhalieren ist nach meinem Empfinden das A und O. Die Lunge muss richtig zu tun haben, damit sie nichts von ihrer Funktion einbüßt. Mein Tierarzt hat damals gesagt : 10min Trab, 5 min. Galopp und 10 min. Trab mindestens. Wir inhalieren vor dem Reiten, denn ich möchte alles, was sich an Schleim gebildet haben könnte, verflüssigen und anschliessend in der Bewegung durch Abschrauben loswerden. Ich bin ziemlich fest überzeugt von meiner Meinung: Pferde husten nicht, auch nicht am Anfang vom Reiten. Wenn eure Pferde das machen, dann lasst sie untersuchen, denn das ist nicht in Ordnung und Pferden läuft auch nicht ne Handvoll weisser Schleim aus der Nase, sollte das nach dem Reiten so sein, dann ist es toll, dass es rauskommt, es sollte jedoch gar nicht so weit kommen, dass eure Pferde eine Handvoll weissen Schleim in der Nase haben und ich meine damit wirklich richtig weißen Schleim. Ich habe mich wirklich viel mit dem Thema auseinandergesetzt und glaube fest, dass es der Minnie so gut geht, nichts desto trotz lasse ich das regelmässig durch die Klinik überprüfen, denn durch Abhören kann man nur bedingt feststellen, ob die Pferde von der Luft in Ordnung sind. Deshalb lasse ich mir durch eine Bronchoskopie bestätigen, dass ich immer noch auf dem richtigen Weg bin. Auf den ich euch gerne weiter mitnehme. Ein Update gibt es sicherlich und sollten uns neue Schicksalsschläge ereilen, dann werde ich die natürlich auch wieder niederschreiben. Zu unserem Inhalator und den Medikamente wird es extra Beiträge geben. Ich freue mich über all eure Kommentare und Fragen also nicht zögern, sondern einfach schreiben

Liebe Grüsse

Minnie und Nici

2 Gedanken zu „COPD – Teil 4

  1. Svenja Banks

    Hallo ,
    Du hattest ja geschrieben das ihr einige Schleimlöser durch habt. Welcher hat denn am besten geholfen ?
    Hat dein Pferd auch Cortison bekommen , oder war das mal Thema anstelle von Schleimlösern wenn die nicht gewirkt haben ?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen !

    Viele Grüße Svenja

    Antworten
    1. Nici

      Hallo Svenja, deine Frage erinnert mich daran, dass ich noch einen Beitrag über alle Medikamente schreiben wollte, die ich so gegeben habe. Ich gebe am liebsten das Equimucin. Das hat bei uns immer am besten geholfen. Davon habe ich auch immer was im Spind. Mit Kortison haben wir nur inhaliert. Oral verabreicht bekommmen hat sie es nicht. Das Kortison gab es in verbindung mit Schleimlöser, aber nur in der akut Phase, in der sie gehustet hat. Liebe Grüße Nici

      Antworten

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