Springe zum Inhalt

Minnies Speisekarte

Fütterung ist ein Riesenthema, hab ich manchmal so das Gefühl. Überall wird einem irgendetwas anderes angepriesen und für mega lecker und super fürs Pferd verkauft. Sich in dem Futtermittel-Dschungel zurecht zu finden ist wirklich nicht einfach.
Als ich die Minnie gekauft habe, hatten wir ein paar Startschwierigkeiten.

Wir sind damals in einen Aktivstall gezogen mit einem sehr großen Herdenverband. Sowohl die vielen Pferde, als auch die Schleusen zu den einzelnen Bereichen in dem Aktivstall, stellten für Minnie eine unüberwindbare Hürde dar. Mein Pferd hatte unglaublich viel Stress und das führte sehr schnell zu einem rapiden Gewichtsverlust.
Außerdem hatte dieser Stall sehr schlecht gepflegte Weiden, so dass sie sich auch Cestoden einhandelte. Verzweifelte versuchte ich zuerst alle möglichen Dickmacher in mein Pferd zu stopfen. Das war leider relativ erfolglos, denn zum einen ist Minnie, glaube ich, das mäkligste Pferd der Welt und zum anderen musste vor allem der Stress abgestellt werden. Tägliches Aufstoßen meines Pferdes ließen vermuten, dass Minnie womöglich auch schon eine Magenschleimhautreizung hatte. Ich hab also angefangen mich nach anderen Ställen umzuschauen und habe auch mit Minnies Züchterin telefoniert, weil mein liebes Pferd einfach nichts von dem was ich kaufte anrührte. Sie verriet mir, dass sie das Mash von St.Hippolyt liebt und auch schon bei ihr unfassbar mäklig war. Somit war klar bei welchem Futtermittelanbieter ich anrufen würde für eine Futterberatung.

Ich habe auf der Internetseite von St. Hippolyt ein Formular gefunden, dass man für eine Futterberatung ausfüllen sollte. Da ich sogar Blutwerte hatte, konnte ich auch diese an das Formular anhängen.
Die Antwort von St. Hippolyt kam super schnell und wir schrieben eine Weile hin und her. Mir wurde alles ausführlich erklärt und St. Hippolyt hat mir ein großes Paket mit Futterproben zugesandt, damit ich nicht wieder volle Futtersäcke rumstehen habe, weil mein Pferd alles verschmäht.

Als das Paket ankam, habe ich die Futterproben über ein paar Tage getestet und was soll ich sagen: Mein Pferd ist der St.Hippolyt Liebhaber schlechthin. Es wurde alles gefressen. Ich habe dann also eine Großbestellung aufgegeben:
Ich fütterte das Brandon XL, da aufgrund der Magenschleimhautreizung etwas gefüttert werden sollte, dass den Organismus nicht noch zusätzlich belastet. Um den Magen zu schützen und auszukleiden, haben wir gecrackten Leinsamen gefüttert (Linustar), durch die enthaltenen Schleimstoffe entwickelt sich der schützende Effekt. Da die Leberwerte durch den Befall mit Parasiten 5fach erhöht waren, habe ich zur Anregung der Leberregenaration noch eine 3monatige Kur mit Equimeb Hepa gemacht (20gr je 100kg Körpergewicht).
Auch die Stallsuche war erfolgreich. Ich fand einen kleinen Offenstall mit insgesamt 9 Stuten, die 24h Heu zur Verfügung hatten.
Tatsächlich hilft die beste Fütterung nichts, wenn man nicht den Stress Faktor abstellt. Nach der Umstellung konnte ich fast täglich eine Besserung bei Minnie feststellen. Sie war endlich glücklich und zufrieden und nahm von Tag zu Tag zu. Eine Blutuntersuchung ein paar Monate später bestätigte diesen Eindruck. St. Hippolyt begleitet uns seit damals und ich fühle mich unglaublich gut beraten. Ich kann jederzeit mailen oder anrufen und erhalte kompetente und freundliche Hilfe. Ganz besonderer Dank geht hierbei an Frau Möller, die immer für uns da ist. Jeder muss für sich selber entscheiden, wie er sein Pferd füttert. Ich kann eindeutig sagen, dass es für uns persönlich der absolut richtige Weg ist.
Zu guter Letzt gibt es hier noch unsere derzeitige Fütterungsroutine:
Brandon XL – wir sind beim Brandon XL geblieben. Minnie liebt es und verträgt es super. Da mein Pferd immer flott unterwegs ist, reicht uns das Brandon XL als Kraftfutter völlig aus
Struktur E – in Zeiten besonderer Belastung (Turnier, Lehrgang, Fellwechsel) füttere ich zusätzlich bis max.300gr Stuktur E dazu, weil es Minnie einfach sehr schnell ein wenig mehr Energie liefert
LinuStar – die gecrackten Leinsamen füttere ich weiter zum Schutz des Magens und auch für ein schönes Fell
SemperCupe – unser Mineralfutter
Zusätzlich erhält sie so 2-3 x die Woche eine Portion Glyx – Mash einfach weil sie es liebt
Zur Unterstützung der Lunge füttern wir von GWHorseschnacks den Bronchialkräutermix als max. 6 wöchige Kur
Möhren und Äpfel, sowie auch mal Banane gibt es als Leckerlie obendrauf

Ich hoffe ich konnte Euch hiermit einen kleinen Einblick geben und bei Fragen schreibt jederzeit gerne in die Kommentare
LG

Nici und Minnie

Ein Gedanke zu „Minnies Speisekarte

  1. Lulu

    Wir füttern auch St. Hippolyt und sind damit super zufrieden.
    Unsere bekommen das Struktur E und die Dressurpellets.
    Schöm zu sehen(bzw zu lesen;)) , dass es noch weitere begeisterte Anhänger gibt.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.